Afrika mit anderen Augen


Afrika eine Chance geben!

Ja? Warum, wozu?

Weil Afrika eine Chance verdient!

Ach ja? Aber die sind doch an ihrem Elend selber schuld! Oder?

Wir müssen die Afrikaner und Afrika endlich ernst nehmen! Als Gleichberechtigte Völker!

Ach ja? Sind die denn fähig, Verantwortung zu übernehmen?

Afrika hat sehr viel zu bieten! Ich glaube an die Zukunft Afrikas!

Dann müsst Ihr dort erst mal die Korruption abschaffen!

Ja sicher! Aber wer korrumpiert denn wen?

Und die Kriege, die Krankheiten, die Armut?

Genau das ist es, es gibt nicht nur dies, es gibt auch die schönen Seiten von Afrika! Wir müssen uns nur ein wenig Zeit nehmen, hin zu hören, hin zu sehen und vor allem müssen wir Afrika mit anderen Augen sehen wollen!

3 Gedanken zu “Afrika mit anderen Augen

  1. Immer schon haben Menschen versucht andere Menschen, Kulturen und Religionen zu beeinflussen und persönlichen ihren Nutzen daraus zu ziehen. Ich bin Schweizer, ich bin Europäer und ich bin ein Weltbürger. Ich bin aber nicht immer stolz darauf, das alles zu sein. Reden kann ich vor allem als Schweizer und Europäer. Auch in Afrika haben wir mit den Missionen und dem Kolonialismus versucht Einfluss zu nehmen. Im Vordergrund mit der Absicht diese Menschen zu kultivieren, im Hintergrund mit der Absicht unseren persönlichen und wirtschaftlichen Profit daraus zu schlagen. Überall wo genügend Edelmetall, Öl, Fische, etc. vorhanden sind, das sind auch wir. Die erste Welt hat sich ihre Kassen mit „Raubgut“ gefüllt, ohne dabei die Kulturen, Traditionen und regionalen Bedürfnissen der Afrikaner zu berücksichtigen. Natürlich hat es in Afrika schon immer Stämme gegeben, die sich bekämpft haben. Ich denke aber, dass der Kontakt mit Menschen die mit ihrem Verhalten vor allem viel Gelt verdienen, die Ansprüche verändert hat. Es geht, wie überall auf der Welt, vor allem um gierige Machtansprüche und um Bereicherung.
    Ja, wir sollten nicht Afrika verurteilen und ihre Kulturen in unserem Verständnis interpretieren, wir sollten ihnen das zurückgeben, was wir ihnen genommen haben. Unsere Arroganz hilft diesen Menschen gar nichts. Unsere Unterstützung zum Zwecke der Selbsthilfe und zum selbstverantwortlichen Handeln würde ihnen viel mehr bringen.
    Menschen mit brauner oder schwarzer Hautfarbe scheinen uns zu verschrecken, ausser sie sind finanzstarke Touristen, gute Sportler oder haben einen Hochschulabschluss, mit dessen Wissen sie unsere Geldmaschinen unterstützen können, dann sind sie sehr wohl willkommen. Nehmen ja – geben nein – geht und dient gar nichts.

  2. Lieber Rene
    Ja, das hast Du schön geschrieben. Genau darum geht es mir auch täglich. All diese Vorurteile sind auf zu wenig Wissen oder gar Nichtwissen gegründet.
    Gerade heute, nach diesen vielen Attentaten überall auf der Welt und dem Aufschrei der Europäer, weil der Krieg jetzt auch zu Ihnen kommt, sollte mach sich dessen bewusst sein. Kriege, den Europas Länder weit weg zwar, aber doch stark unterstützt haben. Waffen wurden geliefert, Geld gegeben. Immer mit diesem Hintergedanken zu profitieren.
    Ich muss gestehen, ich habe Angst vor dem, was nun kommt. USA und Europa werden mit ihrem Überwachungs-Terror vorwärts machen. Bald kannst sich Herr Meier oder Frau Müller nicht mehr die Butter auf’s Frühstücksbrot streichen, ohne dass es die Überwacher nicht wissen. Auch Kontrolle allüberall wird nun angestrebt. Freiheit lässt grüssen.
    Und sie machen weiter Krieg, schlagen zurück, meinem im Recht zu sein. Dass jetzt in Syrien unschuldige Menschen Opfer der französischen Bomben werden, davon redet wieder kein Mensch!
    Ja, ich bin sowas von wütend ob all der Ungerechtigkeit von Nord nach Sud! Manchmal weiss ich kaum, wohin mit meiner Wut….
    Trotzdem, es kann nicht Angst, Wut oder Hass sein, mit dem wir reagieren sollten. Wir müssen trotzdem, oder gerade deshalb aufeinander zu gehen.
    Sorry noch für meine späte Antwort und vielen Dank für Deinen Kommentar!
    Mit lieben Grüssen, Mme Ruth

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..